Sometimes I think, I can see you / Mariano Pensotti

Im Rahmen des Festivals "Ciudades Paralelas"

 

Ein Bahnhof. Vier Schriftsteller*innen beobachten den Ort aus verschiedenen Blickwinkeln und schreiben in ihre Laptops, was sie sehen und anderes, manchmal Privates, manchmal Erfundenes oder Historisches. Was sie schreiben, wird auf je eine Leinwand projiziert.

Wie eine Überwachungskamera, die alle Bewegungen der anonymen Menschen im Bahnhof aufzeichnet, transformiert jede*r Schriftsteller*in die spontanen Bewegungen im öffentlichen Raum. So entstehen Erzählungen, die davon handeln, was sich in den Köpfen parallel zum Leben auf dem Bahnhof abspielt oder abspielen könnte.

Die Zuschauer*innen und zufälligen Passant*innen werden zu Protagonist*innen dieser Erzählungen. Mit einem Blick auf die Leinwand wird ihnen klar, dass sie zu Personen werden, die in ebendiesem Moment erfunden werden. Über den Raum und die Zeit, die sie mit den Autor*innen teilen, können sie diese Fiktionalisierung beeinflussen und werden Teil einer kollektiven Erzählung.

 

Für „Ciudades Paralelas“ luden Lola Arias und Stefan Kaegi  Künstler*innen ein, Interventionen für öffentliche Räume zu erfinden. Beobachtungsstationen für Situationen. Es sind acht Projekte, die einen täglich benutzten Raum in eine Bühne verwandeln und Zuschauer*innen dazu verführen, Zeit in diesem Raum zu verbringen, bis sich seine Wahrnehmung verändert. Stücke, die für Massen gebaute Räume subjektiv erlebbar machen. Berlin, Buenos Aires, Warschau und Zürich waren die ersten Etappen des transportablen Festivals. Dort und in allen folgenden Festival-Städten werden die die acht Projekte jeweils neu kontextualisiert und mit Darsteller*innen aus der Stadt inszeniert.

 

Link zum Projekt: ciudadesparalelas.org